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Luftverschmutzung beeinflusst Gehirnentwicklung

Forscher der University of California fanden einen Zusammenhang zwischen verkehrsbedingter Luftverschmutzung und einem erhöhten Risiko für neurologische Entwicklungsstörungen.

Ihre auf einem Nagetiermodell basierende Studie bestätigt damit epidemiologische Untersuchungen, die diesen Zusammenhang bereits belegen.

Um möglichst „echte“ Bedingungen zu generieren, errichteten sie ein Vivarium in der Nähe eines Strassentunnels und setzten Rattenbabys der Luftquelle aus dem Tunnel aus. Eine Vergleichsgruppe erhielt, ebenfalls in Echtzeit, eine gefilterte Version dieser Luft.

Die Forscher wiesen ein abnormales Wachstum der Gehirnzellen und erhöhte Entzündungsparameter im Gehirn der Jungratten, die der erhöhten Luftverschmutzung ausgesetzt waren, nach. „Auch wenn die Veränderungen nur subtil waren“, so die Wissenschaftler, „konnten wir diese nachweisen, obwohl sich der Verschmutzungsgrad der Luft innerhalb gesetzlicher Regeln befand“.

Vor dem Hintergrund zusätzlicher umweltbedingter und genetischer Faktoren, so die Forscher weiter, ist davon auszugehen, dass die Luftverschmutzung auch beim Menschen einen Effekt auf das sich entwickelnde Gehirn hat die mit neurologischen Entwicklungsstörungen verbunden sein könnten.

Referenz:
Effects of early life exposure to traffic-related air pollution on brain development in juvenile Sprague-Dawley rats, Translational Psychiatry, 10: 166 (2020)
https://www.nature.com/articles/s41398-020-0845-3

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Fotocredit: Canva