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Intelligentes Kind, aber schlechte Schulleistung?

Wenn ein Kind zu Hause neugierig ist, viel fragt und Erklärungen mühelos folgen kann – in der Schule aber trotzdem schlechte Noten erhält – kann es sein, dass es sich um einen sogenannten „Underachiever“ handelt. Bei diesen Kindern wird das intellektuelle Potential nicht ausgeschöpft, was für Eltern, Kind und Schule sehr belastend sein kann. Von diesem Phänomen sind etwa 10-12% aller hochbegabten Kinder betroffen.

Ein deutsches Forschungsteam ging nun der Ursache für diese Minderleistung nach und untersuchte in einer einjährigen Längsschnitts-Studie 350 Sechst- bis Achtklässler. Wie sich herausstellte, verfügten die hochbegabten Underachiever unter ihnen über keine guten Lernstrategien und wussten vor allem nicht, wie man Lernstrategien bei der Bearbeitung einer konkreten Aufgabe am effektivsten einsetzt. Es fehlte ihnen auch teilweise an Motivation, bekannte Lernstrategien einzusetzen, wenn dies mühevoll und mit Anstrengung verbunden war. Warum die Kinder das Lernen bis zum Gymnasium noch nicht gelernt haben, kann laut den Experten daran liegen, dass ihnen in der Grundschule alles zuflog. Sie mussten sich selten anstrengen und verstanden Lernmaterial oft mühelos.

Ihre MitschülerInnen, die sich in früheren Schuljahren Lernstrategien angeeignet hatten, gingen zum Beispiel planvoller an Texte heran, überwachten ihren Leseprozess stärker und ergriffen, wenn nötig, Maßnahmen, um das Textverständnis zu verbessern. Sie lasen schwierige Stellen noch einmal oder suchten nach weiteren Informationen. Hochbegabte Underachiever taten dies vergleichsweise seltener.

Hochbegabte Underachiever könnten ihr Potenzial also steigern, wenn sie „lernen lernen“. Im nächsten Schritt soll nun ein dementsprechendes Trainingsprogramm entwickelt werden – von dem alle Kinder profitieren sollen.

Referenz:
Universität Würzburg
The role of metacognitive competences in the development of school achievement among gifted adolescents. Child Development, Child Development 2021; https://doi.org/10.1111/cdev.13640

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Beeinträchtigung des Gehirns durch Junk Food

Daten einer aktuellen Untersuchung aus Deutschland lassen eine alarmierende Entwicklung erkennen: 15,4 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter von drei bis 17 Jahren sind übergewichtig, 5,9 Prozent leiden regelrecht unter Fettsucht (Adipositas). Neben mangelnder Bewegung spielt auch ein ungesunde Ernährung eine zentrale Rolle: Bei Kindern und Jugendlichen steht Junk Food nämlich hoch im Kurs.

Schlechte Ernährung wirkt sich aber nicht nur auf das Körpergewicht, sondern auch auf die Leistungsfähigkeit und Gesundheit des Gehirns aus. In einer Studie der Universität Sydney wurde beobachtet, dass Zucker die Vergesslichkeit fördert und zu viel ungesundes Essen Aggressivität, Depressionen und Stress erhöht sowie bestimmte Hirnareale schrumpfen lassen kann. Bereits eine Woche einer Junk-Food-reichen Ernährung beeinträchtigt die Funktion des Hippocampus und steigert das Verlangen nach mehr – selbst, wenn man eigentlich schon satt ist.

Auch andere Forschungsarbeiten hätten nahegelegt, dass der Hippocampus anfällig für Umwelteinflüsse ist, etwa in Bezug auf Schlaflosigkeit, Stress, Umweltgifte, Depressionen und Diabetes Typ II. Kombiniert mit ungesunder Ernährung könnten diese nicht nur akute, sondern auch langfristige und zunehmende Schäden für den Hippocampus bedeuten.

Zur Förderung der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit des Gehirns werden langkettige, komplexe Kohlenhydrate, Omega-3-Fettsäuren , sowie Proteine aus Fisch, Meeresfrüchten, mageren Milchprodukten, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten empfohlen. Diese tragen zu einer positiven Hirnentwicklung bei.

Referenzen:
Stiftung Kindergesundheit
https://idw-online.de/de/news749514

Hippocampal-dependent appetitive control is impaired by experimental exposure to a Western-style diet
Richard J. Stevenson, Heather M. Francis, Tuki Attuquayefio, Dolly Gupta, Martin R. Yeomans, Megan J. Oaten and Terry Davidson
The Royal Society, Published: 19 February 2020 https://doi.org/10.1098/rsos.191338

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