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Fisch für´s Herz

Eine Analyse mehrerer großer Studien mit Teilnehmern aus mehr als 60 Ländern hat ergeben, dass der regelmäßige Verzehr von fettem Fisch dazu beitragen kann, Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Personen mit hohem Risiko, z. B. solchen, die bereits an Herzerkrankungen oder Schlaganfall leiden, vorzubeugen. In ihren ersten Untersuchungen zum Thema konnten die Wissenschaftler diesen Effekt nicht nachweisen. Im zweiten Versuch wurden nun nur Studien mit Patienten, die bereits an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden bzw. als Hochrisikopatienten gelten, ausgewertet.

Im Ergebnis zeigte sich ein eindeutig positiver Effekt bei Herz-Kreislauf-Patienten, wenn diese 175 bis 350 g Fisch pro Woche verzehrten. Die Menge entspricht ungefähr zwei Fisch-Mahlzeiten wöchentlich, wobei die Risikoverminderung für ein weiteres Herz-Kreislauf-Ereignis mit 14% angegeben wird. Diabetiker scheinen der Studie zufolge besonders von fischreicher Kost zu profitieren. Dies belegen auch Daten aus Ländern, die traditionell mehr Fischgerichte verzehren.

Die Studienautoren betonen aber auch, dass Menschen mit geringem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen von Omega-3-reichem Fisch profitieren. Als wirksamste Inhaltsstoffe werden Omega-3-Fettsäuren angeführt, die vor allem in fettreichen Fischen enthalten sind. Zu diesen zählen Thunfisch, Lachs, Makrelen und Sardinen.

Referenz:
McMaster University, Hamilton/Kanada
Associations of Fish Consumption With Risk of Cardiovascular Disease and Mortality Among Individuals With or Without Vascular Disease From 58 Countries, JAMA Intern Med 2021; https://jamanetwork.com/journals/jamainternalmedicine/article-abstract/2777338

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Stillen reduziert Risiko für Eierstockkrebs

In einer erst kürzlich in JAMA Oncology publizierten Studie wurde festgestellt, dass Stillen das Risiko für Eierstockkrebs insgesamt und für den hochgradigen serösen Subtyp verringerte.

Die gepoolte Analyse von 13 Fall-Kontroll-Studien ergab bei den stillenden Frauen (unabhängig von der Anzahl ihrer Schwangerschaften) eine Risikoreduktion für das invasive Ovarialkarzinom von 24%. Selbst bei einer Stilldauer von unter 3 Monaten reduzierte sich das Risiko noch um 18%.

Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass auch kürzere Zeitintervalle zwischen den Stillperioden mit einer Senkung des Risikos verbunden waren.

Referenzen:
JAMA Oncology April 2, 2020. doi:10.1001/jamaoncol.2020.0421
https://jamanetwork.com/…/jamaonco…/article-abstract/2763398

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