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mRNA-Impfung: Männliche Fertilität bleibt intakt

Immer wieder tauchen Behauptungen auf, wonach Schutzimpfungen gegen Covid-19 die Fertilität ungünstig beeinflussen. In Bezug auf die männliche Fruchtbarkeit scheint das ganz und gar nicht der Fall zu sein, ergibt jetzt eine amerikanische Untersuchung.

An der University of Miami, Florida; wurde die Spermienqualität von 45 Männern, die sich freiwillig zur Teilnahme an der Studie gemeldet hatten, vor und nach einer abgeschlossenen Vakzinierung untersucht. Die Studienteilnehmer waren im Schnitt 28 Jahre alt.  46,7% der Untersuchten erhielten den mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer, 53,3% den zweiten bisher zugelassenen mRNA-Impfstoff der Firma Moderna. Spermien-Proben wurden vor und rund 75 Tage nach Durchführung der zweiten Impfung untersucht.

Das Ergebnis: während die Ausgangskonzentration der Spermien und der beweglichen Spermien nach zwei- bis siebentägiger Enthaltsamkeit bei 26 Millionen/ml bzw. 36 Millionen/ml lag, stiegen die Werte nach der zweiten Impfdosis auf 30 Millionen/ml und 44 Millionen/ml, an. Das Spermavolumen und die Spermienmotilität nahmen signifikant zu.

Die Forscher betonen aber, dass sich letztere Werte, trotz der signifikanten Verbesserung, immer noch innerhalb der natürlichen Schwankungsbreite befinden. Man kann jetzt jedoch sicher davon ausgehen, dass von einem negativen Effekt der Impfung auf die Fertilität nicht die Rede sein kann.

Referenz:
University of Miami
Sperm Parameters Before and After COVID-19 mRNA Vaccination, JAMA 2021; https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2781360

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Eizellen haben bestimmte Vorlieben

In einer aktuell publizierten Studie wurde festgestellt, dass  Eizellen gewisse Vorlieben haben und ihren chemischen Lockruf nicht an alle Spermien gleichermaßen richten. Demnach wählt die Eizelle die genetisch für sie passenden Spermien aus. Lange Zeit ist man davon ausgegangen, dass Eizellen lediglich passive Empfängerinnen von Spermien sind und deren chemischer Lockruf bloß den Weg für die Spermien weist.

Für die Studie erhielten die Forscher Follikelflüssigkeits- und Spermienproben von insgesamt 44 Paaren, die sich einer IVF im St. Mary’s Hospital, Manchester unterzogen. Die Untersuchungen erfolgten anonymisiert und die Ergebnisse wurden nicht an die Spender kommuniziert.

Interessanterweise wurde nämlich bei etwa jedem zweiten Versuch festgestellt, dass die Eizelle die Spermien eines fremden Mannes bevorzugte und nicht jene des Partners der Spenderin. Ob die Gene von Frau und Mann zusammenpassen oder nicht, ist im Körpergeruch begründet. Allerdings sieht die Partnerwahl außerhalb des Labors anders aus, da es zahlreiche weitere Gründe für die Auswahl des Partners gibt und diese nicht ausschließlich aufgrund des Geruchs getroffen wird.

Referenz:
Proceedings of the Royal Society B, Published: 10 June 2020
https://doi.org/10.1098/rspb.2020.0805

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