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Mikrobiom des Penis als Prädikator für bakterielle Vaginose

Als bakterielle Vaginose (BV) wird ein krankhaftes Ungleichgewicht der Scheidenflora bezeichnet. Es wird durch eine verstärkte Besiedelung der Scheide mit Bakterien und anderen Keimen verursacht. Frauen mit BV haben ein erhöhtes Risiko für sexuell übertragbare Krankheiten und bei Schwangeren mit BV steigt das Risiko für eine Frühgeburt, vorzeitigem Blasensprung und Spontanabort.

Ob eine Frau an einer bakteriellen Vaginose erkrankt oder nicht, hängt mit der Zusammensetzung der Mikroben des Penis ihres Partners zusammen. Forscher der University of Illinois, Chicago, fanden nun heraus, dass sich 10 verschiedene Bakterien in den Penissen der Männer, als Prädiktoren für das Auftreten einer BV bei der Partnerin eignen.

Da laut den Forschern Langzeiterfolge bei der antibiotischen Behandlung einer BV begrenzt sind und die BV bei 50 Prozent der Frauen innerhalb von 6 Monaten wiederkehrte, seien wirksamere Therapieansätze erforderlich. „Die Behandlung von männlichen Sexualpartnern könnte eine neue Strategie sein“, meint Erstautorin Supriya Dinesh Mehta.

Referenz:
University of Illinois Chicago
Front. Cell. Infect. Microbiol., 04 August 2020 https://doi.org/10.3389/fcimb.2020.00433

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Chlamydien: wild auf Glutamin

Chlamydien sind Bakterien die Geschlechtskrankheiten auslösen. Weltweit sind rund 130 Millionen Menschen mit Chlamydien infiziert. Das größte Problem dabei: Die Infektion verläuft in der Regel ohne spürbare Symptome. Sie bleibt darum meist unbemerkt – das erleichtert die Verbreitung der Erreger und führt zu schweren oder chronischen Krankheitsverläufen wie Gebärmutterhals- und Eierstockkrebs.

Wie der entscheidende Schritt aussieht, der die Vermehrung der Bakterien einleitet, war bisher nicht bekannt. Ein Forschungsteam der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) hat ihn jetzt entdeckt. Das ist wichtig, weil gerade der erste Schritt zur Vermehrung der Erreger ein guter Angriffspunkt für Medikamente sein dürfte.

Bei den Chlamydien besteht der erste Schritt darin, dass sie den Stoffwechsel ihrer menschlichen Wirtszellen umprogrammieren. Die Zellen importieren daraufhin verstärkt die Aminosäure Glutamin aus ihrer Umgebung. Diese Aminosäure benötigen sie um das ringförmige Molekül Peptidoglykan zu synthetisieren das für den Aufbau von Zellwänden gebraucht wird. Klappt das nicht, etwa weil das Glutamin-Importsystem nicht funktioniert, dann können sich die bakteriellen Erreger nicht mehr vermehren.

Referenzen:
Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU)
Pressemitteilung
Reprogramming of host glutamine metabolism during Chlamydia trachomatis infection and its key role in peptidoglykan synthesis; Nature Microbiology, 3.8.2020,
DOI: https://doi.org/10.1038/s41564-020-0762-5

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Neues Brustkrebsgen bei jungen Frauen entdeckt

Dänische Forscher haben ein neues Kapitel in der Forschung aufgeschlagen und erweitern unser Verständnis der erblichen Gene, die der Entwicklung von Brustkrebs zugrunde liegen, um wichtige Erkenntnisse. Sie haben das RBBP8-Gen lokalisiert und seine Funktionen als einen entscheidenden Faktor für die Entwicklung von Brustkrebs bei sehr jungen Frauen beschrieben.

RBBP8 schützt normalerweise die Zellen vor einer Schädigung des Genoms. In der Studie konnte gezeigt werden, dass eine verminderte RBBP8-Funktion zu Krebs führen kann. Die Mutationen in RBBP8 könnten erklären, warum einige sehr junge Frauen an Brustkrebs erkranken, bei denen keine BRCA1- oder BRCA2-Gen-Mutationen vorliegen.

Weitere Studien sind erforderlich, um das Mutationsrisiko genauer zu erforschen. Die Forscher erhoffen sich, dass diese Studie die Grundlage für die Entdeckung weiterer genetischer Prädispositionen für Brustkrebs bildet und mit langfristigen Studien ein weiterer Beitrag zur Früherkennung, Diagnose und Behandlung von Krebspatienten geleistet werden kann.

Referenzen:
JCI The Journal of Clinical Investigation, May 7, 2020
https://www.jci.org/articles/view/127521
Universität Kopenhagen
https://healthsciences.ku.dk/…/danish-researchers-find-new…/

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Stillen reduziert Risiko für Eierstockkrebs

In einer erst kürzlich in JAMA Oncology publizierten Studie wurde festgestellt, dass Stillen das Risiko für Eierstockkrebs insgesamt und für den hochgradigen serösen Subtyp verringerte.

Die gepoolte Analyse von 13 Fall-Kontroll-Studien ergab bei den stillenden Frauen (unabhängig von der Anzahl ihrer Schwangerschaften) eine Risikoreduktion für das invasive Ovarialkarzinom von 24%. Selbst bei einer Stilldauer von unter 3 Monaten reduzierte sich das Risiko noch um 18%.

Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass auch kürzere Zeitintervalle zwischen den Stillperioden mit einer Senkung des Risikos verbunden waren.

Referenzen:
JAMA Oncology April 2, 2020. doi:10.1001/jamaoncol.2020.0421
https://jamanetwork.com/…/jamaonco…/article-abstract/2763398

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